Für modernes, nachhaltiges Bauen sind zementgebundene Baustoffe unverzichtbar. Die Herstellung des Bindemittels Zement setzt ihrerseits die Gewinnung von Rohstoffen voraus. Für die Produktion einer Tonne Zementklinker, des gebrannten Zwischenprodukts, werden etwa 1,6 Tonnen Kalkstein und Ton oder deren natürlich vorkommendes Gemisch "Kalkmergel" benötigt. Geologisch gesehen stammen rund 90 Prozent der geförderten Kalksteine aus dem Mesozoikum (Kreide, Jura, Trias) und sind damit 65 bis 250 Millionen Jahre alt. Im Jahr 2009 lag der Rohstoffinput für die Klinkerproduktion bei rund 37 Mio. Tonnen. Die kapitalintensive Zementindustrie ist auf die langfristige Sicherung wertvoller Lagerstätten angewiesen. Durch werksnahe Abbaustätten werden nicht nur Transportkosten, sondern auch Verkehrsaufkommen und Emissionen vermieden.