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Beton ist recyclebar

 

Fasst man die gesamte Wertschöpfungskette zusammen, in der Zement hergestellt, weiterverarbeitet und verwendet wird, so folgt auf die Rohstoffgewinnung und Zementproduktion die Herstellung zementgebundener Baustoffe, die Anwendung dieser Baustoffe im Zuge des Bauprozesses sowie die Nutzungsphase des betreffenden Bauwerks. Abgeschlossen wird die Wertschöpfungskette durch die Verwertung der Reststoffe nach Abriss eines Bauwerks - Betonbruch kann die natürlichen Ressourcen Kies und Sand ersetzen. Durch Recyclingbaustoffe können rund 5-10 Prozent der benötigten mineralischen Rohstoffe ersetzt werden.

Politik und Gesellschaft legen die Rahmenbedingungen für nachhaltiges Bauen und Wohnen fest. Zur konkreten Umsetzung des Leitbildes ist es aber auch erforderlich, Kriterien zu entwickeln, anhand derer bewertet werden kann, ob bzw. in welchem Maße ein Projekt mit der nachhaltigen Entwicklung zu vereinbaren ist. Die Methoden einer solchen Bewertung werden auch unter Experten intensiv diskutiert. Hervorzuheben sind hier insbesondere die Ökobilanzen. Quantitative Kriterien und Indikatoren, z. B. für Energieeffizienz und Ressourcenverbrauch, sind weitgehend unstrittig und werden bereits verwendet. Gerade bei der Bewertung sozialer Aspekte sind aber auch qualitative Kriterien im Spiel. Ein besonders prägnantes Beispiel ist die Ästhetik. Es ist umstritten, welche Rolle solche subjektiven Kategorien bei der Bewertung nachhaltigen Bauens spielen sollen. Unterschieden wird zudem zwischen absoluten und relativen Analysen. Während im Falle absoluter Analysen die Übereinstimmung eines Baumaßnahme mit bestimmten Anforderungen (z. B. gesetzlichen Grenzwerten) gemessen wird, dienen relative Analysen dazu, mehrere Alternativen (z. B. verschiedene Baustoffe) anhand dieser Anforderungen miteinander zu vergleichen.