Nach den Meseberger Beschlüssen der Bundesregierung für ein "Integriertes Energie- und Klimaschutzprogramm" soll die Bau- und Immobilienwirtschaft stärker als bisher zum Klimaschutz beitragen. Schließlich entfallen etwa 35 Prozent des gesamten Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen auf den Gebäudesektor. Wie die im September 2007 von BDI und McKinsey veröffentlichte Klimastudie gezeigt hat, lassen sich hier erhebliche Minderungspotenziale relativ kostengünstig ausschöpfen.
Wichtig ist aber auch hier die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen. Wirtschaftliche Anreize, wie sie vom CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung ausgehen, sind grundsätzlich positiv zu bewerten. Mit Skepsis hingegen betrachten Bauwirtschaft und Baustoffindustrie die ordnungsrechtlichen Pläne zur mehrfachen Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV), die vor allem bei Neubauten ansetzt. Hier darf auf keinen Fall so „überdreht“ werden, dass die Investitionsbereitschaft nachlässt. Dies gilt auch für das neue Gesetz zur Förderung der Erneuerbaren Energien im Wärmebereich: Statt die Nutzung regenerativer Energien bis ins letzte Detail vorzuschreiben, sollte die Politik die Entwicklung konkreter Lösungen dem Markt überlassen.
Die Potenziale, die gerade der Neubau in punkto Energieeinsparung bietet, müssen stärker als bisher ausgeschöpft werden. Die deutsche Zementindustrie begrüßt daher den Trend zu „Green Buildings“, der auch in der Zusammenarbeit mit dem Bundesbauministerium – etwa am „Runden Tisch nachhaltiges Bauen“ – eine wichtige Rolle spielt. Insgesamt kommt es auf ein Bündel eng verzahnter Maßnahmen an: intelligente Planung, effiziente Heiztechnik, gute Dämmung. Zementgebundene Baustoffe können viel zum energieeffizienten Bauen beitragen. So lässt sich die hohe Speicherfähigkeit von Beton gezielt zur Verringerung der Kühllast nutzen. Auf teure Klimaanlagen kann dann weitgehend verzichtet werden – ein echtes Plus für das energieeffiziente Bauen und den Klimaschutz.
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