Betondecken im Straßenbau

Betonfahrbahn auf der A 14 bei Leipzig

 

Die herausragenden Merkmale von Betonfahrbahnen sind hohe Tragfähigkeit, Verformungsstabilität, Ebenheit, Griffigkeit und ein geringes Reifen-Fahrbahn-Geräusch.

Je nach Verkehrsbelastung wird die Dicke der Fahrbahndecke so dimensioniert, dass auch hohe Achslasten von schweren LKWs über die gesamte Nutzungsdauer zuverlässig abgetragen werden. Dazu werden die Straßen in sog. Bauklassen eingeteilt. Für Autobahnen, die regelmässig in die Bauklasse SV fallen, kommen Betondecken mit einer Dicke zwischen 27 cm und 30 cm zur Anwendung. Dadurch wird die bei anderen Bauweisen zu beobachtende Spurrinnenbildung wirksam verhindert.

Seit Anfang der 1970er Jahre werden Betonfahrbahnen in der sog. raumfugenlosen Bauweise hergestellt, bei der die Fahrbahn durchgehend betoniert wird. In kurzen Abständen werden Scheinfugen eingeschnitten, die jedoch nicht über die gesamte Querschnittshöhe reichen. Dadurch sichert man die gleiche Höhenlage aneinander grenzender Fahrbahnplatten. Im Ergebnis sind die Fugen in modernen Betonfahrbahnen für den Autofahrer kaum noch spürbar.

30 Prozent aller Unfälle ereignen sich bei Dunkelheit, obwohl nur 20 Prozent des Vekehrsaufkommens in diese Zeiten fallen. Helle Fahrbahnoberflächen können durch Verbesserung der Sichtverhältnisse und des Kontrastsehens - besonders auf nasser Fahrbahn - zu einer höheren Verkehrssicherheit beitragen. Zudem lassen sich die Oberflächen von Betonfahrbahnen durch entsprechende Herstellungsverfahren so variieren, dass ein optimaler Kompromiss zwischen Griffigkeit und Geräuschentwicklung erzielt wird.

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Literatur

Autoren: Helmut Eifert, Alf Vollpracht und Otmar Hersel
Verlag: VBT, Düsseldorf
Format: DIN A5, S. 176
Preis: 29,80 €


Stand: 19.05.2012